Schulprogramm

Hier sind einige Auszüge aus unserem Schulprogramm zu lesen. Weitere Bausteine unseres Schulprogrammes finden Sie auf der Homepage unter „Konzepte“.

 

Gestaltung des Unterrichts

 

Unser Ziel ist es, den Unterricht für die Kinder abwechslungsreich, lebendig und anschaulich zu gestalten.

Der Unterricht orientiert sich an der Lebenswirklichkeit und den Erfahrungsräumen der Kinder.

Kinder lernen durch aktive, handelnde Auseinandersetzung und unter Einbeziehung aller Sinne in für sie sinnvollen Zusammenhängen.

Der Unterricht in der Grundschule nutzt spielerische Elemente für das Lernen. Alle Kinder erfahren, dass es verbindliche Anforderungen gibt und dass Konzentration, Anstrengungsbereitschaft und Ausdauer für das Lernen unverzichtbar sind.

Die Lehrkräfte leiten die Kinder dazu an, zunehmend selbständiger zu werden und zu lernen, Verantwortung für sich selbst, aber auch für die Gemeinschaft zu übernehmen. Sie sollen motiviert werden, eigenverantwortlich zu arbeiten und selbst Schwerpunkte zu setzen sowie ihre eigenen Lernwege zu finden.

Die Rolle der Lehrkraft ist hier die des Begleiters und Beraters. Er tritt mit den Schülern in den Dialog über die geleistete Arbeit und gibt ihnen Rückmeldung und Tipps für die Weiterarbeit. Die Kinder werden angeleitet, über ihre Arbeit und ihre Lernfortschritte nachzudenken und diese einzuschätzen. Dies gelingt aus unserer Sicht durch:

  • Projekte
  • Werkstätten
  • Freiarbeit
  • Lernen nach Plänen
  • Lernen an Stationen
  • Expertenarbeiten
  • Aufsuchen außerschulischer Lernorte
  • Experten
  • Forscherwerkstatt

 

Projekte

Die Wahl des Themenschwerpunktes, die Vorgehensweise und die Form des Handlungsproduktes eines Projektes richten sich nach den Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten der Kinder.

Projektlernen orientiert sich an der Lebenswirklichkeit der Kinder und ist häufig fächerübergreifend angelegt.

Projektziele und -planung werden aufgrund gemeinsamer Entscheidungen aller Beteiligten aufgestellt oder abgestimmt und bei der Auseinandersetzung mit dem Sachverhalt ggf. gemeinsam revidiert.

Als Abschluss des Projektes steht die Präsentation des Produktes (Infoplakat, Themenheft, Modell, Aktion, Ausstellung).

Werkstätten, Freiarbeit, Lernen nach Plänen, Lernen an Stationen, Expertenarbeiten

Diese offenen Unterrichtsformen berücksichtigen die unterschiedlichen individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler. Sie sind so organisiert, dass Kinder ihr Tempo, die Zugangsweise, ihren Lernweg, das Anspruchsniveau und die Sozialform mitbestimmen können. Sie fördern die Selbstständigkeit, Verantwortungsbereitschaft und -bewusstsein der Schüler und bilden die Grundlage für das weitere lebenslange Lernen.

Lernen an Stationen

Beim Lernen an Stationen gibt es Lernangebote, die von allen Kindern bearbeitet werden müssen. Die Kinder können hier die Dauer, Intensität und den Zeitpunkt der Bearbeitung selbst bestimmen.

 

Werkstätten

Werkstätten enthalten fächerübergreifende Lernangebote zu einem bestimmten Themenbereich. Mit Hilfe eines Werkstattplans dokumentieren die Schüler ihre selbstständige Arbeit. Die Lernangebote sollten abwechslungsreich sein, alle Sinne ansprechen und verschiedene Sozialformen beinhalten. Die Angebote sind in Pflicht- und Zusatzaufgaben eingeteilt und berücksichtigen unterschiedliche Schwierigkeitsstufen.

Freiarbeit

In der Freiarbeit können die Kinder in einem vorher festgelegten Zeitraum an selbstgewählten Aufgaben arbeiten. Hierzu stehen ihnen Freiarbeitsmaterialien zu den verschiedensten Fächern zur Verfügung (Lernkarteien, Klassenbücherei, Lernsoftware, Arbeitshefte, Lernspiele, Lesetagebuch,…).

Lernen nach Plänen

Die Kinder erhalten einen Plan in tabellarischer Form mit vorgegebenen Aufgaben. Dieser kann Aufgaben aus allen Fachbereichen enthalten. Im Pflichtteil befinden sich die Aufgaben aus dem Bereich der Grundanforderungen. Im Wahlteil werden weiterführende Aufgaben gestellt. Gemeinsam wird in der Klasse ein zeitlicher Rahmen festgelegt, innerhalb dessen die Aufgaben bearbeitet werden sollen.

Arbeit als Experte

Die Schüler arbeiten interessengeleitet und selbstständig an einem selbstgewählten Thema/ Themenschwerpunkt. Dabei können Informationsplakate oder Themenhefte entstehen. Diese können ausgestellt und auf unterschiedliche Art präsentiert werden.

 

Aufsuchen außerschulischer Lernorte

Im Klassenraum werden viele Sachverhalte durch Medien wie Bilder, Texte, Filme und Modelle vermittelt. Durch das Aufsuchen außerschulischer Lernorte können Kinder darüber hinaus direkte Erfahrungen in ihrer Umwelt sammeln. Sie können unmittelbar vor Ort durch Anschauung und handelnden Umgang die Welt erleben und kennen lernen. Schulisches und außerschulisches Lernen wird verknüpft, die Kinder erfahren ihr Lernen als lebensbedeutsam und werden in ihrem Lebensraum handlungsfähig und selbstständiger. Das Erkunden der Alltags- und Umgebungswelt bietet den Kindern Lernchancen in fast allen Lernbereichen und Fächern. So wird Lernen zum Erlebnis.

Bei der Auswahl der außerschulischen Lernorte spielen neben den Zielen, die sich aus Unterrichtsinhalten ergeben, aktuelle Gelegenheiten und Vorschläge von Kollegen, Eltern und Schülern eine Rolle.

Außerschulische Lernorte können sein:

  • Schulumgebung und Wohnort
  • Kirchen der Gemeinde
  • Stadt Münster (Rathaus, Friedenssaal, Lambertikirche, Dom, Prinzipalmarkt,…)
  • Natur (Wald, Bach)
  • Museen (Picasso Museum, Naturkundemuseum, Stadtmuseum,…)
  • Theater
  • Stadtbücherei
  • Zoo
  • Bauernhof
  • Mühlenhof
  • Jugendverkehrsschule
  • Klassenfahrt

 

Experten

Den Schülern soll die Möglichkeit geboten werden, mit Experten ins Gespräch zu kommen:

  • Chorleiterin
  • Orchestermusiker
  • Autoren
  • Biologen (Würmer, Spinnen, Tiere im Bach)
  • Zeitzeugen
  • Historiker (Stadtgeschichte)
  • Förster
  • Waldschule
  • Pfarrer
  • Polizei
  • Sozialarbeiter (Projekte zur Stärkung der Persönlichkeit und Gemeinschaft)
  • Eltern mit Fachwissen

 

Forscherwerkstatt

„Forscherwerkstätten an Grundschulen“: Projektziele und Umsetzung:

Das Projekt „Forscherwerkstätten an Grundschulen“ will Kindern unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Familiensituation auf ebenso praktische wie alltagsnahe Weise positive, selbstbestimmte Zugänge zu Naturwissenschaften und Technik eröffnen und so ihre diesbezügliche Grundbildung ebenso stärken wie eine (hinter-)fragende Grundhaltung, generelle Problemlösungskompetenzen, Eigenständigkeit und Spaß an Welterkenntnis, Lernen, Experimentieren etc. entwickeln. Es soll ihnen Raum und Möglichkeiten bieten, in denen sie kontinuierlich und selbsttätig ihre Interessen, Kompetenzen und Talente entwickeln können.

In Münster wurden in einem mehrjährigen Modellprojekt an fünf Grundschulen Forscherwerkstätten etabliert.

Pro Schule wurde hierfür je ein Werkstatt-Raum eingerichtet. Hier können die Kinder mittels offener Lehr- und Lernformen eigene Fragen an Natur und Dingwelt entwickeln und praktisch erforschen.

Lehrkräfte und naturwissenschaftlich-technische Profis von der Universität unterstützten zu Beginn die Kinder bei der Konkretisierung ihrer Fragen, bei der Entwicklung geeigneter Untersuchungsverfahren (Beobachtungen, Versuche, einfache Experimente etc.) und bei der Lösungssuche.

Inhaltliche Schwerpunktsetzung der Schule

Die Forscherwerkstatt der Margaretenschule soll die kindliche Neugier und Fragelust sowie die Entwicklung naturwissenschaftlich-technischer Fähigkeiten wie Hypothesen bilden, Beobachten, Beschreiben, Untersuchen von Phänomenen der Natur, Umwelt und Technik sowie das Planen, Durchführen und Auswerten von Experimenten fördern.

Freies Forschen

Um möglichst offen und individuell den Kindern die Möglichkeit zu geben ihren Fragestellungen nachzugehen, muss eine intensive Betreuung der Kinder stattfinden. Eine feste Lehrkraft begleitet bis zu sechs Kinder beim Forschen. Wünschenswert und sinnvoll wäre es, die Forscherwerkstatt täglich den Kindern zugänglich zu machen, dies ist aber aufgrund des Personalstands leider nicht möglich. Auch im Nachmittagsbereich können die Kinder der Offenen Ganztagsschule an Forschungsangeboten teilnehmen.

 

Einsatz von Computern

In jedem Klassenraum stehen zwei Computer mit Zugang zum Server und zum Internet zur Verfügung. Darüber hinaus kann in der Lernwerkstatt an zehn Computern gleichzeitig gearbeitet werden.

Der Computer bietet Möglichkeiten zur individuellen und gezielten Förderung. Durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten motiviert er Kinder zum Lernen. Die Kinder sollen Grundkenntnisse im Umgang mit dem Computer erwerben. Hierzu zählen Starten und Herunterfahren des PCs, Öffnen von Programmen, Umgang mit der Lernsoftware, Arbeit mit Word und der verantwortungsbewusste Umgang mit dem Internet.

Mögliche Anwendungsbereiche:

  • Antolin (Leseförderung)
  • Blitzrechnen
  • Lernwerkstatt
  • Textverarbeitung (Textverfassung, Klassenzeitung, Beiträge für die Homepage)
  • Recherche im Internet
  • Schülerzeitung

 

Zurzeit sind wir dabei unsere veralteten Rechner nach und nach auszutauschen, um den Einsatz der PC‘s im beschriebenen Sinne gewährleisten zu können. Unser Medienkonzept wird von einer Arbeitsgruppe überarbeitet.

 

 

 

Fordern und Fördern

Die Margaretenschule will jedes Kind im Prozess seiner Persönlichkeitsentwicklung unterstützen und es in seiner Einmaligkeit wertschätzen:

  • in seinen sozialen Verhaltensweisen in der Gruppe,
  • in seinen musisch-kreativen Fähigkeiten,
  • in seinen intellektuellen Fähigkeiten,
  • in seinen motorischen Fertigkeiten,
  • in seinen praktischen Begabungen.

Unsere Schule vermittelt aufbauend auf den individuellen Lernmöglichkeiten jedes Kindes, die bereits in Kita und Familie grundgelegt wurden, grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten. Der Ausgangspunkt unseres Arbeitens sind die persönlichen Stärken jedes Kindes, die Entwicklung seiner Lernfreude und seiner Eigenverantwortlichkeit. Daran anknüpfend unterstützt die Schule die Entwicklung sozialer Kompetenzen jedes Kindes, z.B. bei der Arbeit, bei Gesprächen, beim Spiel, bei Festen und Feiern.

Bei seiner Förderung wird eine individuelle Leistungsbeurteilung im Rahmen der von den Richtlinien und Lehrplänen vorgegebenen Kompetenzen zugrunde gelegt. Hierzu werden in regelmäßigen Abständen diagnostische Verfahren eingesetzt.

Wir ermöglichen individuelles und selbstständiges Lernen. Dabei können die Kinder auf unterschiedlichen Leistungsniveaus lernen. Dieses bewegt sich aber immer noch im Rahmen des zielgleichen Lernens. Bei einigen Schülern ist jedoch zieldifferentes Lernen notwendig, um die Lernmotivation und ein gutes Selbstwertgefühl aufrecht zu erhalten (siehe Kapitel: Inklusion).

 

Differenzierte Angebote

  • ein Kennenlernen und eine erste Bestandsaufnahme im Rahmen des Anmeldeverfahrens
  • ein differenziertes und kontinuierliches Lernen in festen, jahrgangsbezogenen Lerngruppen
  • durch das Engagement von Klassen- und Fachlehrern
  • durch Förderunterricht
  • durch Sprachförderung „Deutsch als Zweitsprache (DaZ)“
  • durch die Angebote in der Schülerbücherei
  • durch die Online-Leseförderung „Antolin“
  • mittels der Lernförderung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT)“
  • durch eine effektive Nutzung der uns zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten, Materialien und Medien, auch neue Medien.
  • durch enge Zusammenarbeit aller beteiligten Personen (Eltern, Lehrer, Erzieher, Mitarbeiter der OGS, Schulpsychologie, Integrationshelfer und anderer Fachkräfte)
  • mit Hilfe und Unterstützung unserer Kooperationspartner
  • durch den gezielten Einsatz von Praktikanten und Studierenden am Vor- und Nachmittag
  • in der Forscherwerkstatt
  • durch das Projekt der Universität Münster „Mathe für kleine Asse“
  • im Klassen- und Schülerrat
  • Drehtürmodell

 

Förderunterricht

Förderunterricht ist Bestandteil des Klassenunterrichts. Dieser kann in folgender Form realisiert werden: innerhalb der Klasse (binnendifferenziert), in Kleingruppen oder Einzelförderung. Dafür stehen unterschiedliche Räume zur Verfügung, z.B. Computerraum (Lernwerkstatt), Forscherwerkstatt oder Schülerbücherei.

Sprachförderung erfolgt durch Unterrichtstunden im Bereich „Deutsch als Zweitsprache (DaZ)“, die Online-Leseförderung „Antolin“ und eine mit Elternunterstützung rege genutzte Schülerbücherei. Außerdem wird gegebenenfalls in Kleingruppen auf eine Lese-Rechtschreibschwäche eingegangen.

Des Weiteren bieten wir Förderstunden für Kinder mit Rechenschwächen an.

 

Lernförderung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket

Die Förderung wird federführend von der Schulpsychologischen Beratung koordiniert. Förderberechtigt sind Schüler, deren Eltern in finanzieller Hinsicht bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die eine Bezuschussung dieses Angebotes rechtfertigen.

Eltern und Schule können in dem Fall gemeinsam einen Antrag auf diese Lernförderung stellen. Die Schulpsychologie kann bis zu drei Förderstunden pro Woche bewilligen (Deutsch, Mathe, Sachunterricht).

Ein Koordinator stellt sicher, dass eine Absprache mit allen Beteiligten (Eltern, Lehrkräfte, Mitarbeiter und Förderkräfte) stattfindet. Dabei soll festgelegt werden, welche Bereiche förderungswürdig sind, wann die Förderung stattfinden soll und wer diese übernehmen könnte.

Die Förderung kann grundsätzlich während der Unterrichtszeit, aber auch während der Hausaufgaben der OGS oder zu anderen Zeiten nach Unterrichtsschluss erfolgen. Hier muss individuell im Sinne des Kindes entschieden werden. Auch die Zeiten, die eine ggf. vorgesehene Förderkraft ermöglichen kann, sind hier relevant. Die Förderung sollte grundsätzlich kontinuierlich von einer Förderkraft pro Kind durchgeführt werden.

Zur Durchführung der Förderung kommen vor allem (ehemalige) Praktikanten in Betracht, die das Kind ggf. bereits kennen und sich bewährt haben. Möglich wären auch an der Schule beschäftigte Honorarkräfte. Darüber hinaus gibt es Mitarbeiter aus dem Pool der Schulpsychologie.

 

Gezielter Einsatz von Praktikanten und Studierenden im Vor- und Nachmittag

Praktikanten sind an unserer Schule willkommene Helfer. Vormittags unterstützen sie die Lehrer im Unterricht und verbessern häufig die Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung. Einige Lehramtsstudierende sind schon in der Lage Einzel- oder Kleingruppenförderung in Absprache mit dem Kollegen zu leisten. Im Nachmittag unterstützen sie die Mitarbeiter der OGS beim Mittagessen, bei der Hausaufgabenbetreuung und in Freizeitangeboten für die Kinder.

 

Fordern

Kinder mit besonderen Interessen und Begabungen fordern wir im Klassenverband im Rahmen des offenen Unterrichts (Projekte, Werkstattunterricht, Lernkarteien, Wochenplan und anderes). In der Forscherwerkstatt und den nachmittäglichen Arbeitsgemeinschaften des Fördervereins können Kinder mit Forderbedarf selbst bestimmte Zugänge zu Naturwissenschaften und Technik sowie kreative und motorische Potentiale entfalten. Für die Jahrgänge 3 und 4 besteht eine Kooperation mit dem Projekt „Mathe für kleine Asse“.

Die Diagnose über Hochbegabung sollte außerschulisch abgeklärt werden. Die Schule kann bei der Kontaktaufnahme Hilfestellung leisten.

 

Drehtürmodell

Durch das Drehtürmodell haben einzelne Kinder die Möglichkeit im Fach Deutsch oder Mathematik am Unterricht einer anderen Klassenstufe teilzunehmen.

In Absprache mit dem Klassenlehrer können leistungsstarke Kinder am Unterricht der nächst höheren Klasse teilnehmen und leistungsschwache Kinder am Unterricht des vorherigen Jahrgangs.

Im vierten Schuljahr werden die leistungsstarken Schüler dann im Klassenverband anhand speziell zusammengestellter Materialien besonders gefördert. Im Bedarfsfall kann auch mit einer weiterführenden Schule kooperiert werden.

 

 

 

Gesunde Schule

Eine wichtige Säule des gemeinsamen Lernens und Lebens ist das Prinzip der Gesunden Schule.

Es beinhaltet nicht nur den Bereich der Ernährung sondern wird im ganzheitlichen Sinne ergänzt durch die Bereiche Bewegung, seelische Gesundheit, Gewaltprävention und Gesundheit am Arbeitsplatz.

Hierbei geht es um die Gesundheit der Kinder sowie aller Mitarbeiter.

Schwerpunkte unserer Arbeit sind in diesen Bereichen:

 

Ernährung

  • feste und ausreichende Frühstückszeit
  • gesundes Frühstück
  • „Klassenkiste“ Mineralwasser
  • Milchbestellung
  • gesunde Ernährung als Thema im Unterricht.
  • gemeinsame Frühstücksaktionen

 

Bewegung

  • Bewegungen in der Klasse durch Bewegungsspiele und abwechslungsreiche Unterrichtsmethoden
  • Bewegungspausen während des Unterrichts
  • Pausengestaltung mit Spielewagen
  • vielfältige Bewegungsangebote auf den Pausenhöfen
  • Sport-AGs im Förderverein
  • Bewegungslandschaften in der Turnhalle
  • Sport- und Spielefest
  • Teilnahme an städtischen Sportwettbewerben
  • Schwimmunterricht
  • Sportangebote der OGS
  • Sportunterricht

 

Seelische Gesundheit

  • entspannte Lernatmosphäre
  • Lobkultur
  • Spiele und gemeinsame Aktivitäten
  • zahlreiche Gesprächsangebote
  • Klassenrat
  • Raumgestaltung
  • Wahrnehmen von Stresssituationen und Eingehen auf Bedürfnisse der Kinder

Gewaltprävention

  • Halt-Stopp-Regel
  • Respektieren der Grenzen der Anderen
  • Klassenrat/Schülerrat
    Projekte zur Gewaltprävention
  • respektvoller Umgang
  • einheitliche Konsequenzen bei Regelverstößen (Ampel, Rückkehrplan)

 

Gesundheit am Arbeitsplatz

  • passende Ausstattung
  • Eigentumsfächer für Schulmaterial zur Gewichtsreduzierung der Schultornister
  • auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichtete Sitzplätze
  • Hausschuhe
  • Ruhemöglichkeiten im Klassenraum

 

 

Schulleben

Haus des Lernens

Das Erziehungskonzept/ Konzept zur Werteerziehung wurde gemeinsam mit allen an Schule beteiligten Personen entwickelt (siehe: www.margaretenschule.de –> Konzepte). Kinder, Eltern, Lehrpersonen und Mitarbeiter haben sich eingebracht und das Konzept mitgestaltet.

Dargestellt ist das Konzept im Haus des Lebens und Lernens in der Margaretenschule.

Die Leitidee für die Arbeit an der Margaretenschule lautet:

Zusammen leben, zusammen lernen – Im Team für das Kind!

Darin wird deutlich, dass sich die Margaretenschule nicht nur als ein Ort des Lernens versteht, sondern auch als ein Ort an dem Kinder und Erwachsene gemeinsam leben, an dem sich Eltern, Lehrpersonen und Mitarbeiter gemeinsam für das Kind einsetzen.

Das Zusammenleben in dieser Gemeinschaft basiert auf vier Grundregeln bzw. Grundrechten.

  • Jeder hat das Recht, sich wohl zu fühlen und zu entfalten.
  • Jeder muss die Rechte der anderen beachten.
  • Jeder hat das Recht, gut lernen und arbeiten zu können.
  • Gemeinsam tragen wir Sorge für unversehrte Materialien und eine schöne Schule.

Diese Regeln/ Rechte werden in den einzelnen Klassen, im Klassenrat und darüber hinaus auch im Schülerrat thematisiert. Jede Klasse leitet ihre Klassenregeln daraus ab und visualisiert sie auf einem Plakat. Ebenso ergeben sich daraus die Regeln für das weitere Schulleben in den unterschiedlichsten Bereichen am Vormittag und in den Betreuungsgruppen am Nachmittag.

Die Regeln können durch Gesten und Piktogramme visualisiert werden.

Somit können sich alle Regeln, die wir in der Zusammenarbeit mit den Beteiligten für unser Zusammenleben in den unterschiedlichsten Bereichen finden konnten und die in den Bildern dargestellt sind, einem oder mehreren Grundrechten zuordnen lassen.

Im Bereich Zusammenleben ist es uns wichtig jedes Kind, jede Person so anzunehmen und aufzunehmen wie es/ sie ist. Jeder soll sich wohlfühlen und entfalten können, muss aber auch die Rechte der Anderen beachten. Ein friedlicher Umgang von Kindern untereinander und zwischen Lehrkräften/ Mitarbeitern und Kindern trägt maßgeblich dazu bei.

Wir leiten die Kinder dazu an, Konflikte zunächst unter den Beteiligten selbst zu lösen. Gelingt dies nicht, werden diese gemeinsam mit der Lehrperson oder im Klassenrat gelöst.

Wir arbeiten regelmäßig am Thema Gewaltprävention (s. hierzu auch unter gesunde Schule). Maßnahmen dazu können in kleinen Gruppen, im Klassenverband oder auch klassen- bzw. jahrgangsübergreifend stattfinden. Die Kinder sollen lernen, mit Konflikt- und Stresssituationen besser umzugehen. Sie sollen unterschiedliche Formen von Gewalt (verbal und nonverbal) kennen lernen und darüber nachdenken, Grenzen und Überschreitungen deutlich machen können und ihr Bewusstseins- und Handlungsrepertoire erweitern. In Kooperation mit dem asb (Arbeitskreis soziale Bildung) haben wir bereits zweimal das Projekt „Halt!-Keine Gewalt!“ durchgeführt, welches diese Ziele für das Projekt formuliert hat.

Dazu gehören auch Trainingseinheiten im Klassenverband, bei denen die Kinder üben, angemessen mit Gefühlen und Aggressivität umzugehen, Grenzen und Regeln – vor allem die „Halt-Stopp-Regel“ – einzuhalten. Das Kollegium ist darin fortgebildet, diese Trainings auch selbstständig in den Klassen durchzuführen, um Nachhaltigkeit sicher zu stellen.

 

Im Bereich Zusammenlernen wollen wir vor allem einen guten, störungsfreien Unterricht sicherstellen. Kinder und Lehrpersonen und Mitarbeiter sollen in angenehmer Atmosphäre lernen und lehren können.

 

Klassenrat

Es handelt sich um eine regelmäßig, einmal in der Woche stattfindende Gesprächsrunde im Klassenverband. In diesem Plenum wird darüber gesprochen, was in der Woche vorgefallen ist. Angesprochen werden Probleme und Konfliktsituationen, die die Kinder nicht alleine lösen konnten, aber auch gute Erfahrungen und tolle Erlebnisse, die für Einzelne oder in der Gruppe wichtig waren. Weitere Themen könnten sein: Lern- und Arbeitssituation in der Lerngruppe, Klassenregeln, Sitzordnung, Planung von Festen, Verteilung von Klassendiensten, … .

Die Sitzung verläuft oft nach einem bestimmten Ablaufplan und soll zunehmend selbstständig von den Kindern gestaltet und moderiert werden. Verabredete Gesprächsregeln müssen beachtet werden.

In einem Buch können Gesprächsanliegen, Lösungen für Konflikte, Vereinbarungen, Vorhaben usw. festgehalten werden, ebenso Anliegen, die im Schülerrat besprochen werden müssen.

Der Klassenrat kann mit einer positiven Runde abschließen, in der jedes Kind kurz erzählen darf, was es in der Schulwoche besonders gut fand.

 

Schülerrat/Schülerparlament

Alle zwei bis vier Wochen treffen sich die in den Klassen gewählten Klassensprecher mit der Schulleiterin im Schülerrat. Hier werden die Anliegen der einzelnen Klassen und für die ganze Schulgemeinde relevante Themen angesprochen, verbindliche Absprachen oder Vereinbarungen getroffen oder Regeln festgelegt. Die Schulleiterin schreibt ein Protokoll, das in allen Klassenräten vorgelesen und besprochen wird.

 

Eigenverantwortliches Denken/ Rückkehrpläne:

Schüler, Eltern, Lehrer und Mitarbeiter verpflichten sich, die vier Grundregeln/ Grundrechte anzuerkennen und einzuhalten.

Jeder ist selbst für sich, für sein Verhalten und sein Tun in dieser Gemeinschaft verantwortlich.

Kinder, die die verabredeten Regeln nicht einhalten, werden daran erinnert und ermahnt, sich so zu verhalten, dass die Rechte aller gewahrt werden können. Gelingt dies bei einem Kind trotz (wiederholter) Ermahnung einmal nicht, muss es einen so genannten Rückkehrplan schreiben, in dem es sein falsches Verhalten darstellt und Handlungsalternativen entwickelt. Diesen muss er der Lehrperson vorlegen, die ihn zur Kenntnis nimmt und mit dem Kind bespricht. Der Plan wird vom Kind, vom Lehrer und ggf. auch von den Eltern unterschrieben.

 

Feste, Feiern, gemeinsame Aktivitäten

An der Margaretenschule planen die Mitarbeiter der Schule klasseninterne und -übergreifende Feiern und Feste wie beispielsweise Schulfest, Fördervereinsfest, Spiel- und Sportfest, Lambertusfest, Klassenfest…

Das erste feierliche Schulereignis ist die Einschulung. Nach einem ökumenischen Gottesdienst findet eine Begrüßung in der Turnhalle statt. An der Gestaltung dieser Feier beteiligen sich die Schüler der 2. Klassen. Während die Erstklässler in ihre Klassen gehen, werden die Gäste von den Eltern der Zweitklässler bewirtet.
In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien findet ein gemeinsamer Schulgottesdienst als Abschlussgottesdienst für die ganze Schulgemeinschaft statt. Anschließend feiern die Viertklässler ihre Verabschiedung in der Aula. Die dritten Klassen gestalten das Programm, deren Eltern bewirten die Gäste.
Über das Schuljahr hinweg finden jahreszeitliche Schulsingen statt, die Lieder werden vom Schulchor und/oder Klassen vorbereitet. Bei den jahreszeitlichen Bastelaktionen werden gemeinsam die Flure und Fenster dekoriert.
In Abständen präsentieren Kinder besondere Unterrichtsergebnisse ihren Mitschülern. Ebenso können bei gegenseitigen Klassenbesuchen Arbeitsergebnisse, z.B. Referate, Expertenarbeiten, vorgestellt werden.
In der Vorweihnachtszeit gibt es einen gemeinsamen Theaterbesuch der ganzen Schule, um einen ersten Einblick in das kulturelle Leben zu ermöglichen.
In der Karnevalszeit wird traditionell in den Klassen Karneval gefeiert.
Im Sommer findet ein Spiel- und Sportfest statt. An verschiedenen Stationen können die Kinder ihre Geschicklichkeit ausprobieren und die Kooperation mit ihren Mitschülern stärken.
Im Rahmen eines Kinderforschertages arbeiten die Kinder zu einem problemorientierten Thema im Fach Sachunterricht und präsentieren ihre Ergebnisse im Anschluss der Schulgemeinschaft.
Einmal im Jahr findet ein Sponsorenlauf (in den letzten Jahren ging der Erlös nach Indien) statt, dieser wird in  Zusammenarbeit mit dem Basis Gesundheitsdienst durchgeführt.
Alle vier Jahre findet ein einwöchiges Zirkusprojekt statt. Die Kinder trainieren mit den Zirkusmitarbeitern verschiedene Kunststücke ein und präsentieren diese in einer abschließenden Vorstellung.
Eine Leseprojektaktion findet regelmäßig im 2. Schulhalbjahr statt. In regelmäßigen Abständen wird daraus ein Lesefestveranstaltet zu dem alle Eltern herzlich eingeladen werden. Alle Kinder bereiten in ihren Klassen einen Beitrag für das Lesefest vor. Dabei kann es sich um den Vortrag von Gedichten, ausgewählten oder eigenen Geschichten handeln. Auch Rollenspiele oder kleine Theaterstücke sind denkbar. Der Förderverein gestaltet dieses Fest mit.

Klassenfahrten

An der Margaretenschule ist die Durchführung einer mehrtägigen Klassenfahrt üblich. Diese findet in der Regel im dritten oder vierten Schuljahr statt. Je nach Zielort und den regionalen Besonderheiten können bestimmte sachunterrichtliche Themenbereiche im Unterricht an Bedeutung gewinnen.

 

Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten

Für die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder sind Bewegungsaktivitäten äußerst wichtig. Hierfür können die Kinder eine Turnhalle und zwei Spielplätze mit einem großen Angebot an Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten nutzen.

In der ersten großen Pause können Spiele und Spielgeräte aus einem Spielewagen entliehen werden. Die Organisation übernehmen die Viertklässler (siehe Konzept „Gesunde Schule“).

 

Arbeitsgemeinschaften

Der Förderverein der Margaretenschule bietet den Kindern nachmittags und am Wochenende in Arbeitsgemeinschaften Möglichkeiten der Freizeitgestaltung an. Sie können sich dabei kreativ, musikalisch, künstlerisch, technisch, sportlich oder gestalterisch betätigen. Die Leitung übernehmen fachkundige Eltern und/oder Fachleute aus dem Wohnviertel.

 

 

Kooperation / Öffnung

Kirchen

Es gibt eine gute und offene Zusammenarbeit mit den Gemeinden St. Margareta und Auferstehung. Es finden regelmäßige Treffen mit beiden Vertretern der Kirchen und den Religionslehrern statt. Auch können die Kirchen im Rahmen des Religionsunterrichtes als außerschulischer Lernort genutzt werden.

Wir feiern zusätzlich zum Einschulungsgottesdienst im Laufe des Schuljahres vier ökumenische Schulgottesdienste für die ganze Schulgemeinschaft, die jeweils in den einzelnen Religionsgruppen beider Konfessionen der Jahrgänge 3 und 4 vorbereitet werden.

Die Themen orientieren sich überwiegend am Kirchenjahr (Erntedank, Advent/Weihnachten, Ostern). Des Weiteren finden auch Gottesdienste zu anderen christlichen Themen (z. B. Schöpfung) sowie Schuljahresabschlussgottesdienste statt.

 

Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL)

Die Margaretenschule bildet regelmäßig Lehramtsanwärter (LAA) aus. Diese werden bei uns von der Ausbildungsbeauftragten und den Mentoren betreut. Außerschulisch wird die Ausbildung vom ZfsL begleitet.

 

Universität, Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) und Schulen

In den letzten Jahren haben wir verstärkt mit Praktikanten aus der Universität / Schule zusammengearbeitet. Sie haben unsere Arbeit am Vormittag und Nachmittag unterstützt und konnten dadurch konkrete Vorstellungen von Schule heute erhalten.

Praktikanten, die im Rahmen ihres Lehramtsstudiums ihr Praktikum (Eignungspraktikum, Orientierungspraktikum, Praxissemester) an unserer Schule absolvieren, werden durch unsere Ausbildungslehrer eng begleitet und in unser Schulleben integriert. Forschungsvorhaben und Projekte der Praktikanten werden bei der Umsetzung in den Unterricht durch die Ausbildungslehrer mitgetragen und unterstützt. Mit den Kooperationspartnern (WWU, ZfL, …) stehen wir in engem Kontakt und tauschen uns über Begleitformate und Erfahrungen aus.

Es besteht hinzukommend eine enge Kooperation mit dem Fachbereich Mathematik der WWU bzgl. des Projektes „Mathe für kleine Asse“ für Schüler der 3. und 4. Klassen.

 

Schulpsychologische Beratungsstelle

Die Schulpsychologische Beratungsstelle der Stadt Münster ist durch die Lernwerkstatt in der Margaretenschule vertreten. Der mit Computern und diversen Lernmaterialien ausgestattete Raum kann vormittags von unseren Schülern genutzt werden.

Die Schulpsychologische Beratungsstelle koordiniert außerdem zusätzliche Lernförderung für Kinder aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BUT) (siehe Kapitel: Förderung).

CVJM

Einmal in der Woche unterstützen uns die Mitarbeiter des CVJM. Sie bieten in der großen Pause vielfältige Spielangebote an, die von den Kindern begeistert aufgenommen werden.

 

Basisgesundheitsdienst

Die Kinder der Margaretenschule erlaufen beim jährlichen Sponsorenlauf für Indien einen Betrag zwischen 3000 und 4500 Euro. Dieser wird vom Entwicklungsministerium aufgestockt. Durch Mitarbeiter des Basisgesundheitsdienstes gelangen diese Gelder auf direktem Wege in die Diözese Jabalpur/ Indien für den Bau von Schulen und Wohnunterkünften für Kinder.

 

Die Margaretenschule wird auch von anderen Partnern in sehr unterschiedlichen Projekten unterstützt. Diese sind beispielsweise die Polizei (Fahrradtraining), Stadt Münster (Gesunde Ernährung), die Rollende Waldschule, Westfälische Nachrichten (Zeitungsprojekt), u.a.

 

Eltern

Für eine abwechslungsreiche Gestaltung des Schullebens ist die Mitarbeit der Eltern ausdrücklich erwünscht. Im Rahmen der Schulmitwirkung können sie die schulische Arbeit und das Schulleben mitgestalten.

Viele Schulveranstaltungen und Aktionen sind nur möglich, weil viele Eltern das Schulleben aktiv mitgestalten (Einschulung /Verabschiedung, Klassen- und Schulfeste, Schulbücherei, Ausflüge, Bastelaktionen, Indienlauf, Projekte, …)

 

Förderverein

Die Margaretenschule wird von einem sehr engagierten Förderverein unterstützt.

So setzt er sich nicht nur finanziell sondern auch personell für die schulische Arbeit, das Schulleben und Aktivitäten unserer Schulkinder im Viertel ein.

Besonders beliebt bei den Kindern ist das umfangreiche AG- Angebot des Fördervereins.

Genauere Informationen erhalten sie unter der Homepage: www.margaretenschule.de –> Förderverein